Häufige Fragen

Warmwintergarten oder Kaltwintergarten ?

Lohnt sich die Investition in Qualität? Warum wir auf 2-fach- und 3-fach-Verglasung setzen.

Oft werden Wintergärten als einfache Überdachungen wahrgenommen. Als Hersteller wissen wir jedoch: Ein Wintergarten ist ein hochkomplexes Bauteil, das physikalischen Belastungen standhalten muss. Günstige Konstruktionen sparen genau dort, wo es auf die Langlebigkeit und das Raumklima ankommt. Hier erfahren Sie, warum wir uns technisch bewusst gegen „Billig-Lösungen“ entscheiden.

Die Technik hinter dem Komfort: Warum Profilqualität entscheidet

Der größte Fehler bei günstigen Wintergärten ist das Fehlen einer thermischen Trennung im Rahmenprofil.

  • Das Problem bei Billig-Profilen: Bestehen die Rahmen aus einem durchgehenden Aluminium- oder Stahlprofil ohne thermische Trennung, wirken diese wie eine „Kältebrücke“. Die Kälte der Außenluft wird direkt in den Innenraum geleitet. Die Folge: Das Glas beschlägt, Wasser sammelt sich am Rahmen, und es entsteht ein ungemütliches, zugiges Raumklima.

  • Unser technischer Ansatz: Wir verwenden ausschließlich Profile mit einer hochwirksamen thermischen Trennung (Isoliersteg-Technologie). Diese unterbricht den Wärmefluss zwischen Innen- und Außenseite konsequent.

  • Resultat: Ihr Wintergarten bleibt trocken, schimmelfrei und behält die Temperatur dort, wo sie sein soll.

Glas-Qualität Technische Einordnung Ihr Nutzen
1-fach (Billig-Lösung) Keine Dämmwirkung Hoher Energieverlust, Kondenswasserbildung, extrem begrenzte Nutzungsdauer (zu heiß/zu kalt)
2-fach-Isolierglas Gute Dämmung  Die „smarte“ Wahl für eine verlängerte Saison. Verhindert Kältebrücken effektiv und sorgt für ein stabiles Klima.
3-fach-Wärmeschutzglas Maximale Dämmleistung Standard für den Wohnwintergarten. Ermöglicht ganzjähriges Wohnen bei minimalen Heizkosten und höchstem Komfort.

Qualität als Schutz Ihrer Bausubstanz

Ein Wintergarten ist direkt mit Ihrem Wohnhaus verbunden. Ein technisch minderwertiges Produkt kann durch ständige Kondensatbildung sogar die Bausubstanz Ihres Hauses schädigen (z.B. Feuchtigkeit am Wandanschluss).

Warum unsere Bauweise sich langfristig rentiert:

  1. Systemintegrität: Durch unsere statisch berechneten, thermisch getrennten Profilsysteme bieten wir nicht nur Schutz vor Witterung, sondern ein dauerhaftes, wartungsarmes System.

  2. Effiziente Energienutzung: Hochwertiges 2-fach oder 3-fach-Glas nutzt solare Gewinne optimal aus, ohne dass die Wärme bei sinkenden Außentemperaturen sofort entweicht.

  3. Werthaltigkeit: Eine Investition in hochwertige Dämmtechnik ist eine Investition in den Immobilienwert. Während einfache Konstruktionen den Wert Ihres Hauses eher mindern, fungiert ein vollwertiger Wohnwintergarten als dauerhafte Wohnraumerweiterung.

Fazit: Ein Wintergarten ist mehr als nur Glas und Rahmen. Es ist ein technisches System, das bei uns auf ganzjährige Nutzbarkeit und Langlebigkeit ausgelegt ist. Der vermeintliche Mehrpreis bei der Anschaffung amortisiert sich durch niedrigere Energiekosten, den Schutz der Bausubstanz und den enormen Gewinn an Lebensqualität über Jahrzehnte hinweg.

 

Sind Wintergärten Energiefresser?

Ein klares Nein !

Nach unseren Berechnungen kann ein Wintergarten mit einer Verglasung Ug=0.7 q/qmK selbst an einer Ostseite in den Monaten Oktober bis Mai deutlich mehr (nutzbare) Energie ins

Gebäude bringen, als er in der Nacht verliert, selbst wenn man ihn durchgängig auf mindestens 20°C beheizt. Das Ernten von Energiegewinnen auf einem nutzbaren Temperaturniveau wird durch die Beheizung in der Nacht, viel öfter möglich, so dass die Gesamtenergiebilanz bei nicht zu großen Wintergärten, bei einer ständigen großen Verbindung zum schweren Baukörper des Hauses, sogar besser wird.

1. Das Prinzip der Dynamischen Energieernte

Ihre Aussage zielt auf das Prinzip der dynamischen Solarenergienutzung ab, nicht nur auf die statische Pufferwirkung:

  • Höhere Solare Gewinne: Die Verglasung Ug​=0,7 W/(m²K) ist sehr gut. An einer Ostseite sind die morgendlichen bis mittäglichen solaren Gewinne im Frühjahr und Herbst stark. Solange der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) der Verglasung ebenfalls hoch ist, können diese Gewinne die Wärmeverluste überkompensieren.
  • Nutztbares Temperaturniveau: Der Schlüssel ist, wie Sie richtig feststellen, die durchgängige Beheizung auf 20∘C. Dies stellt sicher, dass die im Wintergarten gespeicherte Energie sofort dem angrenzenden Haus zur Verfügung steht und nicht erst ein hohes Temperaturniveau erreichen muss. Ohne Beheizung würde die Temperatur im Wintergarten nachts zu stark absinken, und ein großer Teil der tagsüber gewonnenen Wärme wäre nicht mehr auf einem nutzbaren Niveau (z. B. 18∘C oder mehr) vorhanden.
  • Reduzierte Verlustfläche des Hauptgebäudes: Durch die Beheizung des Wintergartens wird dieser Teil der thermischen Hülle des Hauses nach außen verlagert. Die Hauswand, die früher eine Verlustfläche zur Außenwelt war, verliert nun nur noch Wärme an den beheizten Wintergarten – und dieser Verlust wird tagsüber durch die solaren Gewinne des Wintergartens selbst kompensiert.

2. Die Rolle der Thermischen Masse (Schwerer Baukörper)

Ihre Betonung auf der ständigen großen Verbindung zum schweren Baukörper des Hauses ist entscheidend:

  • Die schwere Bausubstanz (Mauerwerk) des Hauses wirkt als effizienter thermischer Speicher.
  • Tagsüber kann der Wintergarten die Überschusswärme (den solaren Gewinn) in diese massive Wand leiten und speichern.
  • Nachts strahlt die Wand diese gespeicherte Wärme zurück in den Wintergarten (und verhindert somit seinen starken Temperaturabfall), was den Beheizungsbedarf in der Nacht reduziert.

3. Warum „Pufferzone“ oft nicht zutrifft

Der Begriff „Pufferzone“ impliziert oft einen unbeheizten Raum, der lediglich die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen verringert.

Ihr Modell beschreibt jedoch einen aktiven Energiegewinn-Anbau:

Nettogewinn=∑(Solare Gewinne)−∑(Transmissions- und Lu¨ftungsverluste)

Wenn die solaren Gewinne (besonders durch die optimierte Ostlage und den g-Wert) die Verluste über die sehr gut gedämmte Hülle (Ug​=0,7) überwiegen, wird die Gesamtenergiebilanz positiv, und der Anbau leistet einen Nettobeitrag zur Beheizung des Hauses.

Fazit:

Ihre Berechnungen sind absolut plausibel. Ein hocheffizienter, thermisch optimierter und gut in das Heizsystem integrierter Warmwintergarten kann mehr sein als nur eine Pufferzone – er kann ein aktiver Energielieferant sein, besonders in den sonnigen Monaten der Heizperiode. Das erfordert jedoch die konsequente Einhaltung der höchsten Dämmstandards, wie sie Schlenz Fensterbau mit seinem Wohnwintergartenkonzept anbietet.

Brauche ich für einen Wintergarten ein Fundament?

Einen hochwertigen Wintergarten einfach auf unbefestigten Grund zu stellen macht keinen Sinn. Eine übliche Art ein solides Fundament zu schaffen besteht in der Ausführung von frostsicher gründenden, also mindestens 80 cm tiefen, Streifenfundamenten und einer darauf aufliegenden etwa 15 cm starken doppelt armierten Bodenplatte.Wenn die Fußbodenhöhe im Wintergarten weit vom Erdreich entfernt ist, sind auch andere Lösungen möglich. Die Bodenplatte kann dann zum Beispiel komplett in gut gedämmter Holzbauweise ausgeführt und über Stahlstützen in Punktfundamente abgelastet werden.

In allen Fällen können wir für sie die Schnittstelle zwischen Wintergarten und Fundament klären und Ihnen geeignete Rohbaufirmen empfehlen. Wenn Sie es wünschen, erstellen wir ihren Wintergarten mit allen Gewerken auch „schlüsselfertig“.

Brauche ich eine Beschattung?

Diese Frage muss man fast immer mit „Ja“ beantworten. Wenn der Wintergarten Nachmittags der Sonne ausgesetzt ist, raten wir, wegen dem hohen Wirkungsgrad, zur Außenbeschattung im Dachbereich. Innenbeschattungen können bei hohen Wintergärten oder bei komplizierten Dachformen einen geeignete Lösung sein. Auch sehr kleine Dachflächen können unter Umständen mit Innenbeschattungen sinnvoll versorgt werden. Die senkrechten Glasflächen können dagegen meist sinnvoller mit innenliegenden Systemen beschattet werden, weil hier die Energieeinbringung geringer ist und gleichzeitig die Sichtschutzproblematik sehr gut gelöst wird.